In einem Kühlgranulat (Vermicult) wird die Perle langsam abgekühlt, da sie sonst durch das Entstehen von Spannungen beim Prozess des Herunterkühlens in wenigen Augenblicken zerspringen würde.

Anschließend wird sie vom Dorn gelöst und der Perlenkanal sorgfältig vom Trennmittel gereinigt.

Glasperlenträume -Träume aus der Flamme

Faszination Glas

Der Arbeitsablauf zum Herstellen einer Glasperle gestaltet sich in folgender Weise:

„Nicht Kunst und Wissenschaft allein- Geduld muss bei dem Werke sein“ (Goethe) -> dass ist das Wichtigste !!

Als Material werden Farbglasstäbe verschiedener Hersteller in transparenten oder opaken Farben verwendet. Ich verarbeite das Glas der Farbglashütte in Lauscha (Thüringen), Reichenbach, von Moretti Effetre und Vetrofont von der Insel Murano (Italien) ,tschechisches Glas von Bohemia und amerikanisches Glas von Double Helix.

Da sich geschmolzenes Glas in etwa wie Honig verhält, wird der Dorn sobald das Glas aufgetragen wurde, bis zum Ende der Arbeit, kontinuierlich gedreht.

Es wird soviel Glas um und auf diesen Dorn gewickelt, bis die gewünschte Größe der Grundperle erreicht ist.

Als letzten Arbeitsgang wird die Perle häufig mit einer Schicht Klarglas überfangen und die Perle rund eingeschmolzen. Dies verleiht ihr eine gewisse optische Tiefe.

 

Wenn die Grundperle rund eingeschmolzen ist, kann ein Muster aufgetragen werden. Neben der Farbwahl ist dies der kreativste Teil des Prozesses.

 

Der Arbeitsaufwand pro Perle liegt zwischen 15 Minuten und 1 Stunde, je nach Größe und Anzahl der Schichten, aus denen die Perle besteht. Die Variationsmöglichkeiten sind schier unendlich.

Bei einer Temperatur von ca. 1400– 1600 °C, erhitze ich einen Farbglasstab bis er an der Spitze rot glühend und zähflüssig ist.
Der Brenner ist ein Minor Bench Burner aus den USA.

Er braucht 3–5 Liter O2/Min und eine Propangasvordruck von c.a. 0,2 Bar.

Für die Sauerstoffversorgung benutze ich einen Konzentrator.

So entsteht eine Perle

...und so wird ein Seepferdchen geboren: